Schadenmanagement im Fuhrpark
Shiftmove und Innovation Group starten strategische Kooperation
Die neue Partnerschaft schließt eine der größten Automatisierungslücken im Flottenmanagement: Laut Fuhrparkmanagement Studie 2026 von Dataforce1 ist das Schadenmanagement für 34 Prozent der Fuhrparkleitenden der größte, unverhältnismäßige Zeitfresser im Flottenalltag.
Berlin, 24. September 2026 – Ein Unfall im Fuhrpark bedeutet für viele Flottenmanager bis heute den Start einer wochenlangen Odyssee aus Gutachten, Gegengutachten, Werkstattfreigaben und Anwaltsschreiben. Genau an diesem Punkt setzt eine neue Kooperation zwischen Shiftmove und der Innovation Group Fleet & Mobility GmbH an, ein Unternehmen der Solvd: Sie verzahnt die digitale Flottenmanagement-Plattform Avrios mit der operativen Schadenabwicklung der Innovation Group zu einem durchgängigen, digitalen Prozess.
Schaden ist der größte ungelöste Zeitfresser im Fuhrpark
Compliance-Themen wie Führerschein- und UVV-Kontrollen sind in vielen Fuhrparks längst automatisiert – mit Automatisierungsgraden von 71 respektive 56 Prozent. Beim Schadenmanagement sieht es anders aus: Laut dem Shiftmove Fleet Intelligence Report 20262 automatisieren aktuell erst 32 Prozent der bereits digitalisierten Fuhrparks diesen Prozess, während er zu den am stärksten nachgefragten Automatisierungsfeldern zählt. Für Flottenmanager bleibt das Schadenmanagement damit eine der größten Lücken zwischen Alltagsrealität und Wunschzustand.
„Schadenmanagement – gerade wenn Gutachten, Gegengutachten, Werkstattfreigaben und Anwaltsschreiben ins Spiel kommen. Hier könnte KI enorm helfen, den Überblick zu behalten.“ So beschreiben Flottenverantwortliche im Shiftmove Fleet Intelligence Report 2026 ihren größten Schmerzpunkt. Auch die automatisierte Kommunikation mit Fahrerinnen und Fahrern im Schadenfall wird von Fuhrparkleitern explizit als Wunsch genannt. Ein Hinweis darauf, dass es beim Thema Schaden nicht nur um Kosten, sondern vor allem um Zeit, Transparenz und administrative Entlastung geht.
„Wer 50 oder mehr Fahrzeuge managt, verliert bei der Schadenabwicklung schnell den Überblick – nicht weil einzelne Fälle kompliziert wären, sondern weil sich Dutzende parallele Vorgänge kaum noch manuell koordinieren lassen", sagt Helmut Käser, Shiftmove Director of Revenue DACH. „Und genau das lösen wir: volle Transparenz - auch über mehrere Standorte hinweg, ohne dass Fuhrparkleitende selbst zwischen Werkstatt, Gutachter, Versicherung und Leasinggeber vermitteln müssen."
Digitaler End-to-End-Prozess aus einer Hand
Mit der Kooperation arbeiten künftig alle Beteiligten – Werkstätten, Mietwagenanbieter, Avrios und die Innovation Group – in einem gemeinsamen Prozess zusammen. Avrios bleibt dabei die zentrale Schaltstelle für die Flotte: Fahrzeug- und Fahrerdaten liegen zentral in Avrios und werden automatisch mit der Innovation Group synchronisiert. Nach Abschluss eines Schadenfalls laufen Dokumente, Fotos und Rechnungen automatisch geprüft in der digitalen Schadenakte zusammen, und Kosten stehen in der Kostenübersicht der Flotte zur Verfügung.
“Noch immer werden rund 70 Prozent aller Schäden telefonisch gemeldet, nur 30 Prozent digital. Indem wir das Schadenmanagement dort integrieren, wo Fuhrparkleitende ohnehin täglich ihre Flotte steuern – in Avrios –, verschieben wir dieses Verhältnis grundlegend: Aus zwei separaten Prozessen wird mithilfe von KI und Automatisierung ein digitaler End-to-End-Prozess aus einer Hand – genau die Entlastung, die sich Fuhrparks schon lange wünschen”, sagt Rene Dietzel, Innovation Group Head of Sales & Account Management Fleet.
Im Hintergrund prüfen festangestellte Sachverständige der Innovation Group jeden Kostenvoranschlag auf Kausalität, Plausibilität und Wirtschaftlichkeit, holen Freigaben bei Leasinggeber und Versicherung ein und steuern die Reparatur durch ein Netzwerk von rund 1.800 zertifizierten Partnerwerkstätten. Allein im eigenen Werkstattnetz koordiniert die Innovation Group deutschlandweit mehr als 400.000 Schadenfälle pro Jahr.
Durch aktive Werkstattsteuerung – etwa deutlich günstigere Stundensätze gegenüber reinen Herstellerwerkstätten sowie die konsequente Anwendung des Prinzips „Instandsetzen vor Ersetzen" sinken die Schadenkosten für Fuhrparks um bis zu 50 Prozent, bei gleichzeitig kürzeren Standzeiten.